Fake it till you make it – das Leben einfach in Phasen leben!

Jede Mutter kennt den Ausspruch „das ist nur eine Phase!“

Damit lässt sich alles erklären – nächtliches Aufwachen, schlecht essen, kein Mittagsschlaf, Trotz, schwieriges Einschlafen, nur noch getragen werden wollen, den Kinderwagen-doof-finden, nicht mehr Zähne-putzen wollen … {…}

Ich könnte ewig so weitermachen – füllt oben in Gedanken einfach Eure liebsten Phasen ein.

Übrigens… „das ist nur eine Phase“ haben unsere Mütter und Großmütter schon gesagt – bei uns hört man oft auch „das ist der Sprung“. Details zu diesem Thema und in welchem Buch man dazu mehr lernt, gibt es hier. 

Aber ganz wichtig ist: Auch in unserem Leben gibt es Phasen. Und damit meine ich ausdrücklich nicht Phasen, die so kurz sind, wie die unserer Kinder. Auch keine PMS-Issues alle paar Wochen. 🙈

Wir entwickeln uns nicht mehr so schnell… wir sind schon groß. (meistens!) Aber dennoch verläuft auch unser Leben in Phasen und das ist SO wichtig sich das ganz regelmäßig zu sagen!

Das beruhigt! Es nimmt den Druck.

Meine Wahrnehmung ist, dass wir vor einer großen Herausforderung stehen. Wir sind in dem Glauben aufgewachsen und erzogen worden „Du kannst alles schaffen, wenn Du nur gut bist“. Und „die Welt steht Dir offen“.

Das stimmt ja auch! Und das ist toll! Ich bin dafür sehr dankbar, dass wir in einem Teil der Welt leben, in dem das nahezu uneingeschränkt gilt.

Aber das hat auch eine negative Seite. Es macht einen manchmal wahnsinnig.

Wer alles machen kann, hat immer die Angst die falsche Entscheidung zu treffen. Es könnte ja irgendwo  noch eine bessere Möglichkeit lauern. Ganz klassisches Problem der Generation WHY. 

Und mit diesem Druck schlittern wir auch ins Elternsein. Wir haben bis dahin ein Leben gelebt in dem immer alles ging. Und die meisten Eltern-Ratgeber, Blogs und vielfach auch unser Umfeld suggerieren uns auch, dass das weiterhin mit Kindern so geht – egal wie stürmisch es ist…

Ich habe gerade gestern auf Instagram erst wieder einen Post gelesen, der mich zum Schmunzeln gebracht hat: „Yeah, auf einmal haben wir zwei Kinder und dennoch ist irgendwie alles so wie früher. Wir leben unser altes Leben und nehmen unsere Kinder ganz easy mit.“

Meine persönliche und ganz ehrliche Meinung: Es ist NICHTS wie früher mit Kindern.

Das soll nicht negativ klingen. Aber ich finde es ist wichtig, dass man das sagt. Und ganz ehrlich…. wer oben geschriebenen Satz auf Instagram postet, der hat leider einfach Unrecht.

SELBSTVERSTÄNDLICH ist es auch nicht 1 zu 1 gemeint. Gemeint ist: Man verliert durch Kinder nicht seine Identität. Und die Dinge, die einem wirklich wichtig sind, und für die man brennt und die einen ausmachen, die kann man weitermachen.

So gesehen ändert sich nichts. Es ist im Kern also schon richtig.

ABER – man muss viel Ballast abwerfen. Viele Entscheidungen treffen. Immer wieder neu jonglieren. Das Thema Vereinbarkeit von Job, Selbstverwirklichung, Potenzialausschöpfung und Zeit für und mit dem Kind immer wieder neu adjustieren. Erstmal verstehen WAS einem wirklich wichtig ist!

Ansonsten schafft man das Pensum nämlich nicht. Und man dreht durch. Wird niemandem mehr gerecht.

Regelmäßige Check-Ups wo man steht, und was man also gerade braucht und was nicht, sind also immanent wichtig! Und nach diesem Check-Up macht man wieder (anders) weiter.

Und GENAU DAS meine ich. Es sind PHASEN. Auch bei uns Eltern.

Soll heißen: Macht Euch nicht verrückt, wenn es gerade eine Phase gibt, die eventuell nicht 100% zur alten Identität passt. Durch ein Kind entsteht ja auch teilweise durchaus eine neue Identität.

Es ist also durchaus OK mal einige Jahre lang die Identität der Mutter vor die der Karrierefrau zu stellen. Voraus gesetzt man möchte das.

Und man kann auch einige Jahre mal weniger arbeiten.

Oder einen kurzen Karriere-Dip hinnehmen.

Man kann aber auch den Job, den der Headhunter gerade angeboten hat und von dem man immer geträumt hat, einfach annehmen. Und dann einige Jahre mal eine Nanny beschäftigen. Oder die Kinder-Betreuung anders organisieren.

Und man kann die Phase mit einem Baby leben. Oder mit zwei Teenagern. Das sind vollkommen unterschiedliche Grundvoraussetzungen allein schon durch den Entwicklungsstand der Kinder.

Unser Leben verläuft also immer in Wellen – oder eben Phasen!

Und die Zeit in der jede Entscheidung gestochen scharf in den CV passen muss, die sind vorbei. Manchmal muss man einfach auch eine Phase lang mal machen und dann sehen, was sich ergibt. Und sich immer wieder bewusst sein – wenn es mir nicht gefällt, oder zu mir (und meiner Familie) nicht mehr passt, dann kommt eben die nächste Phase!

Ich finde das ist so unglaublich entspannend, wenn man sich das klar gemacht hat! Denn dann kann man einfach leben und loslegen! Und muss sich keine Gedanken über richtig und falsch machen.

Und wer jetzt unkt, dass das nicht stimmt, weil ja schon in der Zukunft immer der Track Record der Vergangenheit gefragt ist, dem sage ich nur: Das sehe ich anders!

Unsere Erfahrungen in der Vergangenheit machen uns zu dem Menschen, der wir in der Zukunft sein können. Also gilt auch hier die Regel. Man kann auch mal eine Phase richtig verhauen – das muss man nur erkennen und die nächste Phase einläuten.

Meine liebsten gesammelten Lebensweisheiten zu dem Thema 🙂

Meine alte Chefin: „Man muss sein Ei nur irgendwo hinlegen und dann einfach mal machen.“

Steffi Luxat von OhhhMhhh: „Fake it, till you make it.“

Karl Popper:Trial & Error“

Ein Geschäftsführer in meiner alten Firma: Einen Elefanten isst man am besten in Scheiben. (und ich ergänze: Und das Leben lebt man am besten in Phasen.)

Wie seht Ihr das? Und in welcher Phase seid Ihr? Und kennt Ihr diesen Druck auch? Wie befreit ihr Euch davon?

Freu mich sehr auf Euer Feedback! ❤️

2 Gedanken zu “Fake it till you make it – das Leben einfach in Phasen leben!

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