Fliegen mit Baby und die ultimative Packliste

Bei dem aktuellen Wetter muss man ja theoretisch gar nicht in den Urlaub fahren.

Machen aber ja doch einige – und so ein Ortswechsel ist ja auch schön.

Wir sind mit Ava schon echt viel unterwegs gewesen – und es hat immer gut geklappt.

Meine Essentials dafür sind:

  1. Das richtige Handgepäck dabei haben. Die ultimative Packliste zum Download gibt es unten.
  2. Eine gute Vorbereitung. Das heißt also, wenn möglich genau wissen, wo Ihr sitzen könnt. Wo Ihr nach der Ankunft hin müsst. Was Ihr bei Zwischen-Aufenthalten machen könnt. Wo es Wickel-Möglichkeiten gibt. und und und
  3. Das richtige Timing. Im Idealfall legt Ihr die Reise so, dass Euer Kind am Flughafen zu Beginn noch wach und munter ist. Schlafend einchecken funktioniert ja in den seltensten Fällen. Und wenn die Mäuse wach sind, gucken sie rum, sind ganz interessiert und saugen die Eindrücke auf. Und wenn es richtig gut läuft, gibt es entweder kurz vor Abflug oder direkt nach dem Start einen kleinen Snack (Achtung, Gläschen warm machen an Bord, klappt oft erst nach dem Service, daher besser kalte Snacks mitnehmen) und dann ein Schläfchen. Kinder, die im Flieger schlafen sind ein Traum. Auch für Mitreisende 🙂
  4. Hilfe zulassen. Ich bin mit Ava auch schon alleine geflogen. Da ist es super, wenn einem jemand hilft das Gepäck in die Overheadlockers zu wuchten, wenn man das Kind noch in der Trage hat. Oder wenn jemand am Gepäckband mal eben mit anfasst…
  5. Entspannt bleiben. Wie immer in #Mamihausen die wichtigste Tugend. Wenn der Flieger Verspätung hat, die Windel kurz vorm Abflug voll bis oben hin ist oder das Kind nur quakig ist… immer dran denken: Bald landet das Flugzeug und man sieht all diese Menschen nie wieder. Und mindestens 50% der Mitreisenden sind auch Eltern und kennen das … also nicht verrückt machen lassen.
  6. Das richtige Set-Up: Wir reisen immer so: Ava kommt in die Trage (Ergobaby) und hat etwas leichtes an. Ich hab meistens eine Jacke an, die so weit ist, so dass ich sie auch einkuscheln und wärmen kann, wenn sie auf dem Schoß oder in der Trage einschläft. Wenn ich alleine fliege, habe ich einen Rucksack – das ist super für die Gewichtsverteilung. In dem sind meine Handgepäck-Essentials – siehe Liste. Als Alternative nehmen wir seit neustem auch den Buggy (YoYo Babyzen) als Handgepäck mit und kutschieren Ava damit durch die Gegend (statt Trage). Den Kindersitz geben wir auf – ggf. den Kinderwagen auch. Da lohnt sich übrigens sehr entweder eine Kinderwagentasche zu kaufen oder zu leihen. Die Familienbande macht das ja kostenlos bei allen dort gekauften Kinderwagen – ein super Service. Nebenbei kann man in die Tasche auch noch viel Gepäck dazu quetschen. Gleiches gilt für die Bag mit dem Autositz – auch hier empfiehlt sich irgendeine Verpackung, so dass Bänder und Schnallen nicht brechen oder irgendwo hängen bleiben und abreißen. Ansonsten haben wir meistens einen großen Rollkoffer für Ava und mich zusammen. Dann kann man nach der Landung das Kind wieder in die Tragen nehmen und den Koffer und den Kindersitz und ggf. auch Kinderwagen auf einem Gepäckwagen über den Flughafen kutschieren. Oder man hat das Glück, dass man einen Buggy hat, der einhändig zu fahren ist. Dann kann Koffer plus Kindersitz oben drauf mit einer Hand schieben und mit der anderen den Buggy. Nimmt man ein Bett mit oder hat mehr Gepäck, muss man zu zweit reisen. Oder eben alles auf den Gepäckwagen und das Kind tragen.

Ihr seht – es geht alles 🙂 Man sieht zwar manchmal aus wie ein Packesel (und fühlt sich auch so, aber egal – man kommt an und ist happy).

Dennoch – wenn man viel reist, erlebt man auch viel. Damit Ihr auch was zum Lachen habt, hier meine Top 5 Reise-Erlebnisse mit Ava:

  1. Wickeln auf der Flugzeugtoilette. Großes Learning: niemals bücken!  Die Dinger sind ja ohnehin eng. Und man kann sich kaum bewegen. Ava ist aber ja, bekanntermaßen ein kleines quirliges Wesen und hat es irgendwie geschafft auf diesen paar Quadratzentimetern auch noch rumzuturnen… Ich natürlich hinterher. Es war Sommer. Es war warm und ich hatte ein Kleid an. Durch das ganze Rumgehühnere mit Ava war das irgendwie halb hoch gerutscht. Um Ava vom Fußboden zu retten, musste ich mich bücken und lernte, dass die Verriegelung der Falttür in der Toilette dem Druck eines normalen Hinters nicht stand hält… UPS! Na ja … so kannten die drumherum sitzenden Gäste meinen Hintern, die Stewardessen sind gestorben vor Lachen und Ava fand es auch super, weil sie endlich noch mehr Platz zum Quatsch machen hatte, dadurch dass die blöde Tür wieder auf war :-).
  2. Die Packliste, die man selber schreibt, auch beachten. Letztes Jahr war ich erst mit meiner Mutter auf Mallorca und später kam noch eine gute Freundin dazu. Der hatte ich eine ellenlange Packliste (siehe unten – tadaaaa) schon mal gegeben – ich war ja Reise-Profi und schon diverse Male mit Ava unterwegs. Mein Mann hat uns zum Flughafen gebracht, um dann selber weiter nach Paris zu fliegen (Business-Kasper). Schon auf dem Weg zum Flieger habe ich mich gefeiert, wie wenig Gepäck wir haben und wie unglaublich gut ich doch alleine reisen kann. Als ich meine Mutter am Gate traf, mit der ich das Handgepäck-Set-Up vorher besprochen hatte, fiel es mir auf… Das Babybett stand sicher zu Hause im Flur ;-(. Dadurch das mein Mann auch unterwegs war und wir (wie immer) eher spät dran, blieb das Bett da auch stehen. Wir sind dann nach der Landung nochmal „kurz“ mit dem Mietwagen bei Ikea vorbei gefahren und haben ein Bett für Ava gekauft – nicht mehr so smart … Heute kenne ich Rental Panda. Solltet Ihr mal was für den Urlaub auf Mallorca vergessen oder von vornherein nicht mitnehmen wollen – die sind am Start (keine bezahlte Werbung – nur persönliche Empfehlung und daher Verlinkung.)
  3. Immer ausreichend Wechselklamotten dabei haben. Das ist nicht mir passiert, sondern meiner besten Freundin. Ihre Familie reist auch unglaublich viel und ihrem Sohn ist irgendwie völlig unerwartet schlecht geworden. Ihr armer Sohn hat also gestunken und war nass und hat den Großteil des Fluges in ihren Schal eingewickelt verbracht. Geht auch. War für den Sohn vollkommen ok. Nur der Schal, der hat etwas gelitten… und meine Freundin auch … war ein wirklich schöner Schal! Aber nun ja 🙂
  4. Auf Kurzstreckenflügen (bspw. Hamburg – Mallorca) braucht man das Baby Bassinet nicht (und schon gar nicht wenn man dafür bezahlt). Auf dem Weg in die zweite Heimat dachte ich, ich tue Ava was Gutes. Entsprechend habe ich für uns mit horrendem Aufpreis einen Air Berlin Sitzplatz in der ersten Reihe gebucht. Laut Hotline kann man nämlich nur da das Bett einstecken (in ihrem Flugzeugtyp). Entsprechend wurde dann auch das Bett reserviert und ich hatte die schöne Vorstellung, dass mein Kind 2,5 Stunden wohlig friedlich schlafend im Flieger chillt. So ähnlich… Selbstverständlich darf das Kind zu Start- und Landung nicht in das Bett. Das wird abgebaut. Sind also nur noch ca. 1:45 in denen man dieses benutzen kann. Dann ist das Bett unfassbar klein. Ava war damals 5 Monate alt und bekanntermaßen ist sie weder lang noch dick und es war knapp. Das schlimmste aber: Sie fand das Bett irre blöd. Man liegt als Kind total auf dem Präsentierteller. Jeder, der über den Gang läuft, schaut in das Bett. Gefühlt liegt das Kind auch im Gang. D.h. entspannt schlafen und Chillen, so wie ich es mir ausgemacht (und auf Langstrecken-Flügen gesehen) habe, war nicht möglich. Ava machte Remmidemmi im Bett und die Stewardess war genervt, weil sie das Ding auf- und abbauen musste und mein Kind dennoch nur auf meinem Schoß war. Das Geld und den Aufwand kann man sich also sparen…
  5. Offen für alternative „Hilfe“ sein und es einfach laufen lassen. Ich saß vor einiger Zeit mal wieder mit meiner Mutter im Flieger (manchmal verreise ich auch ohne sie und nehme stattdessen den Papi mit :-)). Aber an diesem Tag saß Mami am Fenster, ich in der Mitte (Ava wechselte munter) und rechts neben mir ein sehr netter Holländer. Meine Mutter raunte mir schon beim Einsteigen zu, dass er aussieht wie Bruce Willis und war hin und weg (sorry Mami <3). In jedem Fall weinte Ava ganz fürchterlich im Flieger und alle meine Tricks halfen nicht. Ich wurde immer hektischer (hilft am allerwenigsten), Mami auch und dann kam Bruce Willis. Er gab Ava sein Jade Amulett (hach) und meinte es hätte auch seine Kinder immer beruhigt. Positive energy, good vibrations and so on. Hat geklappt. Mami war entspannt. Ava auch. Und ich auch. Alles wegen Bruce und seiner Zauber-Kette!

Last but not least noch zwei Tipps:

  1. Immer wickeln, wenn es geht. Wer weiß, wann Ihr wieder Chance habt. Und am Boden ist es einfacher als in der Luft.
  2. Nehmt den Mietwagen eine Nummer größer und investiert die paar Euro. Es lohnt sich 🙂

So, jetzt bin ich gespannt auf Eure Ergänzungen, Tipps und Tricks und habe hier noch die ultimative Packliste Summeredition von frauvorragend. Viel Spaß und einen tollen Sommer! Genießt Euren Urlaub!!!

P.S. Theoretisch ist dieser Beitrag auf Grund der diversen Marken-Nennungen als Werbung zu kennzeichnen… praktisch berichte ich hier aber einfach nur über meine eigenen positiven Erfahrungen und teile diese gern mit Euch. Ohne einen Vorteil für mich. Einige Links sind jedoch Amazon Partnerlinks. Wenn Ihr über diese Links bestellt, kostet es Euch keinen Cent mehr – ich kriege allerdings eine kleine Provision – bis ich mir davon einen Urlaub leisten kann, dauert das aber man muss ja mal anfangen 🙂

Ein Gedanke zu “Fliegen mit Baby und die ultimative Packliste

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